31.01.2006 | Dr. Uwe Büchner
„Entlassungsproduktivität“ – das Unwort des Jahres 2005
Viele deutsche Unternehmen mussten im Jahr 2005 Mitarbeiter entlassen, weil sie nicht genügend Kundenaufträge hatten, um alle Mitarbeiter beschäftigen zu können. Im internationalen Vergleich gab es offensichtlich Wettbewerbsunternehmen, die solche Aufträge kostengünstiger anbieten konnten. Ihre Produktivität war höher.
Den betroffen deutschen Unternehmen stellte sich die Herausforderung – um wieder wettbewerbsfähig zu werden - die eigene Produktivität zu erhöhen. Die in diesem Zusammenhang stehenden Entlassungen von Mitarbeitern haben das Wort „Entlassungsproduktivität“ geprägt und es jetzt zum Unwort des Jahres 2005 werden lassen.
Hier hat die Jury der Sprachwissenschaftler, die diesen Titel vergeben hat, meines Erachtens diesen Begriff ökonomisch falsch verstanden. Wie auch die Süddeutsche Zeitung darstellt, ging es den Ökonomen bei dieser Wortwahl gerade darum, darauf hinzuweisen, dass Entlassungen zu keinem Anstieg der Produktivität führen, im Produktionsverständnis sozusagen eine Nullnummer sind.
Erfolgreiche Unternehmer wissen, dass Produktivität sich in ihrem Unternehmen nur dadurch erhöhen lässt, dass die Arbeitsprozesse kontinuierlich effizienter und effektiver gestaltet werden. Das ertragsstärkste deutsche Automobil-Unternehmen, die Porsche AG, hat dies in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen. Jährliche, deutliche Produktivitätssteigerungen dokumentieren dies.
Wir von PQ+ wissen aus unseren Projekten heraus, dass solche Produktivitätssteigerungen in allen in Deutschland produzierenden Unternehmen möglich sind. Insbesondere der Einsatz unserer Methode zur Fertigungsoptimierung mittels Videotechnik und dem System AviX kann Produktivitätssteigerungen von 20% und mehr realisieren. Die so gesteigerte Produktivität ermöglicht es den Unternehmen dann auch wieder neue Aufträge nach Deutschland zu holen und den Abbau von Arbeitsplätzen zu vermeiden bzw. neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Wir sehen, wie wir über das richtige Verständnis des „Unwort des Jahres 2005“ und die notwendigen Konsequenzen daraus den Standort Deutschland für die Zukunft stärken können. So hätte die Wahl der Jury der Sprachwissenschaftler eine positive Wirkung für unser Land.
Umdenken und Aufbruchstimmung sind angesagt!
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